Elterngeld · BEEG 2026
Elterngeld-Rechner 2026 — wie viel kommt nach der Geburt?
Elterngeld-Rechner
So rechnet die Elterngeldstelle
Elterngeld ersetzt einen Teil deines wegfallenden Erwerbseinkommens nach der Geburt. Bemessungsgrundlage ist das pauschalisierte Netto der letzten 12 Kalendermonate vor Geburt — bei Mutterschaftsgeld vor Beginn der Schutzfrist (§ 2b BEEG). Der Satz liegt zwischen 65 % (Netto über 1.240 €) und 67 % (Netto bis 1.000 €). Darunter steigt er linear auf bis zu 100 %, sodass Geringverdiener nahezu ihr volles Netto behalten.
Steuerklassen-Hebel: bis zu 6.000 € mehr Elterngeld
Maßgeblich ist das Netto in den 12 Monaten vor Geburt. Wer mindestens sieben Monate vor dem Mutterschutz die günstigere Steuerklasse wählt, hebt das Bemessungs-Netto und damit das Elterngeld. Beispiel: Hauptbezieher Klasse III statt IV bei 4.500 € Brutto → ca. 600 € mehr Netto pro Monat → 65 % davon = ca. 390 € mehr Elterngeld monatlich, über 14 Monate also rund 5.460 € zusätzlich. Die Mehrbelastung des Partners in Klasse V wird beim Lohnsteuer-Jahresausgleich ausgeglichen — netto bleibt das Geld in der Familie. Vergleiche dazu unseren Steuerklassen-Vergleich.
Beispielrechnung (Netto 2.200 €, Einling, kein Geschwisterbonus)
2.200 € liegt über 1.240 € → Ersatzrate 65 %. Basis-Elterngeld = 65 % × 2.200 € = 1.430 € / Monat. Über 14 Monate Bezugsdauer (mit den 2 Partnermonaten) sind das 20.020 €. ElterngeldPlus = 715 €/Monat über bis zu 28 Monate, geeignet bei Teilzeit-Rückkehr.
Geschwisterbonus & Mehrlingszuschlag
Den Geschwisterbonus (+10 %, mindestens 75 €) gibt es bei einem weiteren Kind unter drei oder bei zwei Kindern unter sechs Jahren. Bei Mehrlingsgeburten kommen 300 € pro weiterem Kind dazu (§ 2a Abs. 4 BEEG). Beide Boni werden nach der Begrenzung auf 1.800 € obendrauf gerechnet.
Häufige Fragen zum Elterngeld
Wie viel Elterngeld bekomme ich 2026?
65 bis 67 % deines durchschnittlichen Netto-Einkommens der letzten 12 Monate vor Geburt, mindestens 300 €, höchstens 1.800 € Basis-Elterngeld pro Monat (§ 2 BEEG). Bei Netto unter 1.000 € steigt der Satz linear auf bis zu 100 %, bei Netto über 1.240 € liegt er konstant bei 65 %.
Lohnt sich der Steuerklassen-Wechsel vor der Geburt?
Ja, oft deutlich. Wer als Hauptbezieher mindestens sieben Monate vor Mutterschutz/Elternzeit auf Steuerklasse III wechselt, hebt das maßgebliche Netto und damit die Elterngeld-Bemessung. Über die volle Bezugsdauer können das je nach Bruttogehalt 2.000–6.000 € mehr Elterngeld bedeuten — der Steuernachteil des Partners in Klasse V wird beim Lohnsteuerjahresausgleich neutralisiert.
Was ist der Unterschied zwischen Basis-Elterngeld und ElterngeldPlus?
Basis-Elterngeld zahlt bis zu 14 Monate (12 Monate Grundbezug + 2 Partnermonate) den vollen Satz. ElterngeldPlus zahlt die Hälfte, dafür doppelt so lang (bis zu 28 Monate). ElterngeldPlus ist sinnvoll, wenn ein Elternteil in Teilzeit zurückkehrt — Verdienst und Elterngeld lassen sich kombinieren, ohne dass der Anspruch sofort ausläuft.
Wer hat Anspruch auf den Geschwisterbonus?
Familien mit einem weiteren Kind unter drei Jahren oder mit zwei weiteren Kindern unter sechs Jahren. Der Bonus beträgt 10 % des Elterngelds, mindestens 75 €. Bei Mehrlingsgeburten gibt es zusätzlich 300 € pro weiterem Kind (§ 2a BEEG).
Welches Netto zählt für die Bemessung?
Das pauschalisierte Erwerbseinkommen-Netto der letzten 12 Kalendermonate vor dem Monat der Geburt — bei Anspruch auf Mutterschaftsgeld zählt der Zeitraum vor Beginn der Schutzfrist. Ausgenommen sind Kalendermonate mit Mutterschaftsgeld, Krankengeld oder Bezug von Elterngeld für ein älteres Kind. Selbständigen-Einkommen wird auf Basis des letzten abgeschlossenen Veranlagungsjahres ermittelt.